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Gemeinschaftsschule

„Vielfalt macht schlauer“Die Gemeinschaftsschule.
(Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

In Baden-Württemberg gibt es ab dem Schuljahr 2012/13 die Gemeinschaftsschule. Mit Zustimmung des Schulträgers, der Gesamtlehrerkonferenz und der Schulkonferenz konnten sich die Schulen, die bereits ein passendes pädagogisches Konzept im Vorfeld realisierten, um die neue Schulart bewerben. 

„Vor Ort – gemeinsam leben und lernen“ ist das Ziel der verschiedenen Schulgremien der Keplerschule und der Gemeinde Korb. So war es eine logische Konsequenz, dass wir uns um die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule beworben haben, nachdem wir bereits seit 2004 eine pädagogische Schulentwicklung nach Dr. Heinz Klippert umsetzen. 
Wir freuen uns sehr, dass wir zu den 42 Starterschulen gehören. Mit der Gemeinschaftsschule möchten wir beste Bildungschancen für alle Kinder schaffen. 

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Die Keplerschule Korb auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule

Schulprofil

a)   Individuelles und kooperatives Lernen  (Methoden / Kommunikationstraining / veränderte Lern- und Arbeitsstrukturen / Rhythmisierung 
Seit dem Jahr 2004 setzt die Keplerschule in ihrer Qualitätsentwicklung das Konzept der „Pädagogischen Schulentwicklung“ nach Dr. Heinz Klippert um: zunächst über Akademielehrgänge auf der Akademie Comburg, daraufhin  - mit Unterstützung des Staatlichen Schulamtes Heilbronn, der IHK und der Akademie Innovatives Management (AIM) – über das 2-jährige Fortbildungskonzept vor Ort für unser gesamtes Lehrerkollegium. Einbezogen waren hierbei stets die Eltern, die die Fortbildungen sehr begrüßten, unterstützten und vom Ergebnis begeistert waren. 

Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen, ein festes Methodencurriculum in den Klassen 1 bis 9, fest verankertes Kommunikationstraining und das Entwickeln von Teamstrukturen innerhalb der Klassen führen dazu, dass in dieser veränderten Lern- und Arbeitskultur unsere Schülerinnen und Schüler hohe Kompetenzen in fachlichen, methodischen, kommunikativen und sozialen Bereichen erwerben. Die persönliche Aneignung und Klärung von Inhalten  fordert per se die Abkehr vom 45 - Minuten - Takt.

Veränderte Lern- und Arbeitskultur im Unterricht meint auch die Beteiligung bzw. Abgabe von Verantwortung an Lernende in methodischer und organisatorischer Hinsicht, z.B. bei der Wahl der Methoden, der Medien, der Lernzeit, des Lernortes und des Lerntempos (zitiert neue Lernkultur aus Lernen im Fokus der Kompetenzorientierung: Landesinstitut für Schulentwicklung Seite 19). Individuelles Fördern und selbstbestimmtes Lernen wird im Konzept „Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen (EVA) nach Klippert anerkanntermaßen am besten umgesetzt.  

„Kinder wollen lernen, sie wollen arbeiten!“
Das Wissen darum hat zur Folge, dass sich die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer in einem veränderten Unterricht deutlich verändert. Lehrer verstehen sich zunehmend als Lernberater, Begleiter und Moderator im Unterrichtsgeschehen, sie organisieren Lerngelegenheiten. Sie sind Diagnostiker im Prozess, beim Produkt und der Präsentation, was einhergeht mit einer neuen Beurteilungskultur. Sie schaffen Erlebnisse, die Gelerntes einordnen lassen und gewährleisten eine Kultur der Ermutigung, die Fehler und Lernumwege zulässt, die ihre Schülerinnen und Schüler schätzt, damit Unterricht gelingt. Lehrerinnen und Lehrer gehen verstärkt weg vom fragend entwickelnden Unterricht, hin zu aktiv erarbeitenden Lernformen und zielen damit hin auf ein intelligentes Wissen. Den Schülerinnen und Schülern machen sie Lernen lernen bewusst, lassen es ihnen bedeutsam werden, so dass sie auch die Verantwortung für ihr eigenes Lernen erkennen. Indem sie ihre Schülerinnen und Schüler ernst nehmen, ihnen die Ziele des Unterrichts deutlich werden lassen, machen sie sie auch zu Experten für Methoden und Lernprodukte, auch weil sie ihre eigenen Ideen zum Lernprozess einbringen dürfen. Eine angemessene Rückmeldekultur sorgt dafür, dass eine angstfreie Lernatmosphäre hergestellt wird, auch aus der Erkenntnis, dass Spaß und Freude die besten Förderer des Lernens sind.

Lehrerinnen und Lehrer sehen eine ihrer Hauptaufgaben im Fordern und Fördern, ermutigen und qualifizieren zur Selbsteinschätzung und beurteilen Leistungen aus ihrer Beobachtung und Beratung sehr umfassend.

„Weg von der Belehrungskultur – hin zur Lernkultur“
Neue Lern- und Arbeitsformen zielen in besonderer Weise auf die persönliche Aneignung und Klärung von Inhalten ab. Produktives, erlebnisbetontes Tun, vielfältige Lernaktivitäten, die in vielfältige Lernprodukte münden, sichern einen hohen Lernerfolg durch ihr schöpferisches Tun im Experimentieren, Inszenieren, Präsentieren … . Unterricht wird so zum Ort des Nachdenkens und der Reflexion, Inhalte werden in Gesprächen erschlossen und durchdrungen.
 
Durch das Arbeiten in auch wechselnden Teams, im Erfüllen von Aufträgen, im Kommunizieren, Helfen und zum Experten werden drückt sich ein hoher Grad an Individualisierung und Differenzierung aus. Eigenaktivität und Eigenverantwortung sichern nachhaltiges Lernen und führen weg von trägem hin zu intelligentem Wissen. Lehrerinnen und Lehrer gewähren Lernzeit, lassen auch „Zeit verlieren“, den Lernstoff durchkneten, damit das Gelernte auf Dauer im Gedächtnis verankert bleibt. Neue Lern- und Arbeitsformen sprechen Empfindungen an, fördern die emotionale Intelligenz, sorgen dafür, dass sich Kinder selbst motivieren, zuversichtlich bleiben und auch andere mitreißen.

Die Veränderung im Unterrichtsalltag trägt auch den Anforderungen des Alltags und der Berufswelt in hohem Maße Rechnung und trägt dazu bei, dass Probleme der Zukunft kreativ und solidarisch gemeistert werden können.
Die persönliche Aneignung und Klärung von Inhalten  fordert per se die Abkehr vom 45 - Minuten - Takt. Doppelstunden und zwei Große Pausen sorgen für die geforderte Rythmisierung der Lernzeit und angemessenen Wechsel von Spannung und Entspannung. So wird eine Lern- und Unterrichtskultur gepflegt, die den Ansprüchen einer Gemeinschaftsschule in hohem Maße Rechnung tragen. 
 

b)    Fördern / Förderkonzept (Diagnostik. Online Diagnose 5/6, Kompetenzanalyse etc. / Leseförderung / LRS  / Individuelle Förderung 
Die Keplerschule verfügt für die Klassen 5 bis 9 über ein dezidiertes Berufsfindungscurriculum in das außerschulische Partner fest eingebunden sind. Auf Initiative des  Kreisjugendrings sind „Azubi-Paten“ und  „Lernbegleitung“ seit langem herausragende Unterstützungsangebote, die maßgeblich von der „Korber Bürgerstiftung“ und unserem Förderverein finanziell getragen werden. Betriebspartnerschaften mit vier örtlichen Betrieben unterstützen uns in der erfolgreichen Arbeit, unsere Schülerinnen und Schülern eine begründete Berufsentscheidung treffen zu lassen oder sie in weiterqualifizierende Schullaufbahnen zu empfehlen.

Mit der veränderten Lern- und Arbeitskultur im Klassenzimmer geht auch seit vielen Jahren eine veränderte Leistungsmessung einher. Beobachten – Beschreiben – Bewerten – Begleiten und Beraten sind in diesem Kontext längst in den alltäglichen Unterricht unserer Schule eingeflossen. Im Rahmen unserer Projektprüfungen, dem „Erweiterten Kompetenzbereich Mathematik (EKM)“  und der „Jahresliteraturarbeit“ werden diese veränderten Leistungsmessungen grundsätzlich eingesetzt. Kompetenzraster, individuelle Förderung mithilfe gezielter Fördermaterialien, Lernwerkstätten, Wochenplan,  sind einige Beispiele, die es uns über unseren veränderten Unterricht hinaus ermöglichen, jedem Kind in seiner Einzigartigkeit gerecht zu werden. 

c)    Inklusion (Außenklasse / Projekte mit der Sekundarstufe /etc. )
Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 pflegt die Keplerschule gemeinsam mit ihrem Partner, der Diakonie Stetten, die  Inklusionsmaßnahme „Außenklasse“, in der geistig behinderte Kinder gemeinsam mit unseren Zweitklässlern tagtäglich unterrichtet werden – auch in Sport und Schwimmen.

Im neuen Schuljahr wurden weitere Ideen entwickelt, die die Teilhabe der Kinder auch über ihre Kooperationsklasse hinaus ermöglichen – so werden auch diese Kinder im Rahmen der Forschertage Unterricht in anderen Klassen miterleben. 

d)    Berufsorientierung (Konzept)
Seit mehr als 2 Jahrzehnten ist der Übergang unserer Schülerinnen und Schüler aus unserer Schule heraus in den Beruf oder eine weiterqualifizierende schulische Maßnahme eines unserer zentralsten Anliegen. Seit mehreren Jahren werden über die Klassen 5 – 9 Bausteine zur Berufsfindung angeboten und in einem verbindlichen Berufsorientierungscurriculum verbindliche zusammengestellt. Mit Lerngängen, den Eltern als Berufskundige im Unterricht, das Arbeiten im Schulgarten und das Angebot einer Gartenbaufirma für eine gemeinsame Laubaktion beginnt ein behutsamer Einstieg und eine erste thematische Annäherung an die Berufswahl. Das Projekt „Schüler als Winzer“ in Klasse 7 gibt den Schülern tiefen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt eines ortstypischen Berufes und lässt im Anforderungsprofil die Übertragung auf andere Berufe transparent erscheinen. Hier bereits setzt die Kooperation mit dem Berufsbildungswerk im „Projekt BeO“ gegen Ende Klasse 7 ein und wird in Klassen 8 und 9 über mehrere abgestufte Module fortgesetzt. 

Den Schwerpunkt im Rahmen unseren Curriculums bildet sicherlich die Klasse 8, in der viele Kooperationspartner eingebunden sind, so zum Beispiel die Azubi-Paten, die Kreativwerkstatt, unsere Bildungspartner aus den Bereichen gewerblich/technisch, kaufmännisch und sozial/pflegerisch, wie auch Fachleute für Bewerbertraining und Benimmkurs. Auch finden hier mehrere Praktikas statt, davon 2 verbindlich.

In Kooperation mit dem Kreisjugendring wurden die beiden Projekte Azubi-Paten und Lernbegleitung in den Klassen 8 und 9 eingeführt und sorgen mit großem Erfolg dafür, dass unsere Schulabgänger eine begründete Berufsentscheidung und dazu passende Ausbildungsstelle erhalten und darüber hinaus verbesserte Leistungen in den Unterrichtsfächern ihre Ausbildungschancen deutlich erhöhen bzw. den Übertritt in weiterqualifizierende schulische Maßnahmen beschreiten können.

e)    Gewaltprävention (Streitschlichter / Projekt Faustlos / Koop Jugendamt /Koop mit AJS
Nachdem als Konsequenz aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 der „Expertenkreis Amok“ des Landes Baden-Württemberg Vorschläge zur Prävention / Intervention und Opferhilfe unterbreitet hat, war es für die Kolleginnen und Kollegen der Keplerschule unmittelbar einsichtig, dass Gewaltpräventionsmaßnahmen ein fest implementierter Bestandteil des Unterrichtsjahres sein muss. Neu entwickelte Präventionskonzepte wie auch bewährte Materialien flossen neben eigen entwickelten Lernspiralen Einzug in unser Curriculum. Zum Gewaltphänomen „Mobbing“ hat sich eigens eine Kollegin beim AJS zur Mobbing- Beauftragten qualifiziert und schreitet bei aktuellen Vorkommnissen ein, geht darüber hinaus aber auch mit einem klaren Konzept im Sinne der Vorbeugung und Bewusstmachung in die Klassen der Grundschule und der Hauptschule – auch insbesondere auf Nachfrage der Klassenlehrer. 

In besonders schweren Fällen arbeiten wir mit dem „sozialen Kompetenztraining statt Schulausschluss“ im Rems-Murr-Kreis, kurz Bico genannt, in der Kooperation mit der Bewährungshilfe Stuttgart e.V. zusammen. Große Unterstützung erfahren wir darüber hinaus auch durc unsere 14-tägig stattfindenden Beratungstermine des Sozialen Dienstes des Jugendamtes vor Ort. Zum wiederholten Male hat sich  eine Lehrerin zur Streitschlichterin fortgebildet und wird im laufenden Schuljahr Schüler in die Moderation von Konflikt in Schulen und zu Streitschlichtern ausbilden. 

f)    Soziale Projekte
Seit vielen Jahren hat in Kooperation mit dem Kreisjugendamt die Keplerschule eine Soziale Gruppe in der Grundschule eingeführt. Im derzeit laufenden Schuljahr wird eine weitere Soziale Gruppe in der Hauptschule eingerichtet. Hierbei stehen gruppenpädagogische Methoden und Ziele im Vordergrund, Kinder – aber auch die Eltern – erhalten Hilfe und Unterstützung bei alltäglichen Anforderungen und individuellen Problemen. Es handelt sich dabei um ein sozialpädagogisches Angebot im Gemeinwesen, das möglichst vielen offen stehen soll. Soziale Gruppenarbeit geht flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in ihrer jeweiligen Situation ein. Soziale Gruppenarbeit wendet sich an junge Menschen, die ein verbindliches und kontinuierliches Hilfsangebot benötigen, bei ihrer Entwicklung Probleme in den Vordergrund treten, die durch soziales Lernen in der Gruppe kompensiert werden können und das familiäre Beziehungssystem insgesamt tragfähig ist.

Zum Angebot gehören pädagogische Maßnahmen und Arbeitsweisen, wie z.B. Rollenspiele, kreatives Gestalten, Freizeitaktivitäten, Bewegungsspiele und Theater, Einzelgespräche mit Kindern, Kontakte zu Eltern, Schule, Jugendamt und sozialem Umfeld. 

Ganztagsbetrieb

  • Derzeitige Elemente (Hort / Mittagessen …)
    Die Keplerschule verfügt seit mehr als 10 Jahren über das Angebot eines Hortes an der Schule. Personell eng verzahnt ist hierbei auch die Kernzeitbetreuung in der Grundschule. Der Hort als Ganztagesangebot der offenen Form bietet ab morgens 7.00 Uhr bis nachmittags 18.00 Uhr eine lückenlose Betreuung der Kinder an. Sie schließt die Möglichkeit eines Mittagessens mit ein. Die Mitarbeiterinnen des Horts sind sehr kompetente Beraterinnen im erzieherischen Bereich, die Leiterin in Sozialpädagogin von Beruf und leistet in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in Einzelfällen sozialpädagogische Betreuungs- und Beratungsarbeit. Einige Kinder sind aufgrund sozialpädagogischer Maßnahmen des Sozialen Dienstes im Hort für die Familien kostenfrei untergebracht.
  • Konzept und Zeitplan für einen gebundenen Ganztagsbetrieb mit der päd. Rhythmisierung (Anlage evtl. Stundenplan)
    Die Rhythmisierung des Unterrichtstages wurde schon vor Jahren umgesetzt, da eine veränderte Lern- und Arbeitskultur ein Arbeiten in Doppelstunden erfordert und wir als bewegte Schule großen Wert darauf legen, dass unsere Kinder 2 große Pausen am Vormittag haben. Neben vielfältigen Bewegungsangeboten im Pausengelände bieten ausgebildete Sportmentoren gezielte Bewegungsspiele und Materialien den Grundschülern an. Siehe Anlage Hort in der Schule, Sportmentoren.
  • Antragsstellung erfolgt mit der Zulassung zur Gemeinschaftsschule
    Die Keplerschule wird gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung bei Zulassung zur Gemeinschaftsschule einen Antrag auf Ganztagsschule im Sinne „des ganztägigen Lernens“ stellen. 

Elternarbeit

  • Förderverein 
    Seit dem Juli 2010 hat sich der Förderverein der Keplerschule Korb gegründet. Ziel und Zweck des Fördervereines sind insbesondere die Finanzierung der Lernbegleiter in Klasse 7 bis 9, die Gewährung von Zuschüssen für bedürftige Schülerinnen und Schüler bei Klassenfahrten und Schullandheimaufenthalten, zur Schaffung von zusätzlichen freiwilligen ergänzenden Unterrichtsangeboten  und der Förderung und Unterstützung von Schulpartnerschaften. Siehe Anlage Förderverein, Satzung, Beitrittserklärung
  • Eltern als Schüler 
    Schon von 2004 an waren die Eltern in unsere pädagogische Schulentwicklung nach Klippert aufs engste eingebunden. Stets wurden sie detailliert darüber informiert, was die Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen ihrer Akkademie-Fortbildungen – Pädagogischen Tagen an Verbesserungen und Weiterentwicklungen des Unterrichts bewirken wollen. Welche Veränderungen sich mit der neuen Lern- und Arbeitskultur im Unterricht vollzogen haben, konnten wir ihnen sehr eindrücklich und hautnah dadurch vermitteln, dass wir Eltern an einem Samstagvormittag in die Schülerrolle schlüpfen ließen und sie am eigenen Leib erfahren konnten, welche Nachhaltigkeit im Lernen diese veränderte Unterrichtskultur mit ihnen anstellt, und mit welchem Anspruch – aber auch mit welcher Freude – Lernen sich ereignen kann. Siehe Anlage: Einladung an die Eltern, Zeitungsartikel vom November 2009.
  • Pädagogische Abende  in Korb 
    Die gesamte Lehrerschaft der beiden Schulen, Urbanschule und Keplerschule findet am ersten Dienstag nach den Faschingsferien zu einem Treffen mit den Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats alljährlich zusammen. Einleitend steht immer ein pädagogisches Thema auf der Tagesordnung, das häufig von den Schulleitern aus Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium bestritten wird; Es waren aber auch schon externe Referenten, wie Alfred Hinz oder Frau Prof. Höhmann zu neueren Schulentwicklungen in diesem Gremium eingeladen. Siehe Anlage: Gemeinderatstreffen, Einladungsschreiben vom März 2010.
  • Einbeziehung der Eltern in das päd. Konzept der Schulentwicklung
    Gesundes Pausenfrühstück: Seit mehr als 20 Jahren engagieren sich Eltern im Rahmen unseres Dauerprojektes „gesunde Ernährung“ und bieten unseren Schülerinnen und Schülern an jedem Freitag ein erlesenes Pausenfrühstück an: Müsli, Obstsalat, Pizzabrötchen, Waffeln, Vollkornbrote, Salzkuchen, Quiche, Rohkost und Obst stehen abwechseln auf der Speisekarte. 

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partner

  • Bildungspartnerschaften 
    Bildungspartnerschaften bestehen mit 4 Betrieben: Elektro-Heinrich, EDEKA-Einkaufsmarkt, Daiß-Gartengestaltung und das Pflegeheim Alexanderstift. So decken wir die kaufmännischen, gewerblich/technischen und sozial/pflegerischen Berufsbereiche ab. Die Bildungspartnerschaft wurde durch die IHK Rems-Murr begleitet.
  • Projekt Weinberg 
    Die Keplerschule verfügt über einen eigenen Weinberg, der von unseren Schülern der Klasse 7 im berufskundlichen Projekt „Schüler als Winzer“ betreut wird. Hier werden zwischen 300 und 500 Liter Wein geerntet und gemeinsam mit unserem Lehrbeauftragten und Weingutbesitzer, Herrn Hermann Schmalzried, in dessen Kelter ausgebaut. 
  • Jugendamt / AJS / KJR 
    Seit vielen Jahren haben wir eine Kooperationsvereinbarung mit dem Jugendamt, die besagt, dass Sprechstunden 14-tägig am Donnerstagvormittag für Schüler, Lehrer und Eltern abgehalten werden. Darüber hinaus stehen wir ständig in Kontakt, wenn Kinder Probleme haben oder Eltern dringend Unterstützung brauchen.
    Wir haben über den AJS eine Kollegin, Frau Reuter, Klassenlehrerin Klasse 6, zur sogenannten Mobbing-Beauftragten ausbilden lassen. Sie interveniert im Bedarfsfall, geht aber regelmäßig in Klassen der Grundschule und Hauptschule, um dort über das Phänomen Mobbing aufzuklären und präventiv wirksam zu werden. 
  • Azubi-Paten 
    Mit dem Kreisjugendring haben wir in der Vergangenheit 2 große Projekte auf den Weg gebracht: Zum einen die Azubi-Paten, die im Übergang von Schule in den Beruf von unschätzbarem Wert geworden sind und das Projekt Lernbegleitung, bei dem Gymnasiasten, vorwiegend der Oberstufe, aber in Korb wohnhaft, unseren Schülerinnen und Schülern der Hauptschule (Klasse 7 bis 9) an Mittwochnachmittagen in unterschiedlichen Fächern behilflich sind. Dies führt zum einen zu besseren Leistungen, erhöht aber auch die Chance, einen anspruchsvollen Ausbildungsplatz zu erhalten. 
  • Korber Bürgerstiftung 
    Die Korber Bürgerstiftung hat uns in der Vergangenheit mehrfach mit Geldzuwendungen für die Lernbegleitung unterstützt, ebenso hat sie in den vergangenen beiden Jahren Preise ausgelobt für die beste Hauptschulabschlussprüfung, die größte Steigerung innerhalb des 9. Schuljahres und für besonderes soziales Engagement. 
  • Lernbegleitung
    Der Landfrauenverein hat mit unserer Schule bereits im 2. Jahr im Rahmen der gesunden Ernährung ein Kochprogramm über 4 Nachmittage für unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 angeboten. 
  • Das Deutsche Rote Kreuz führt alljährlich mit der Klasse 6 eine Ersthelfer-Ausbildung durch, die über mehrere 3-stündige Blöcke unsere Schülerinnen und Schüler zu Rot-Kreuz-Helfern qualifiziert. Dafür erhalten sie auch ein entsprechendes Zertifikat. 

Organisations- und Personalentwicklung

  • Förderung der Lehrkräfte (Ausbildung Beratungslehrer / Streitschlichter / Ausbildung zur Klippert-Trainerin…)
    Alle unsere Lehrer können über unseren e-mail-Verteiler mit Informationen versorgt werden. Fortbildungsangebote werden entweder gezielt an einzelne Kolleginnen und Kollegen geschickt, größere Veranstaltungskalender gehen an das gesamte Kollegium. Einzelne Kollegen werden von der Schulleitung gezielt auf Fortbildungen geschickt, so z.B. befindet sich eine Kollegin in Ausbildung zur Beratungslehrerin, eine andere hat die Ausbildung zur Streitschlichterin absolviert und eine weitere Kollegin befindet sich in Ausbildung zur Klippert-Trainierin an der Akkademie für innovatives Management in Heilbronn. Eine Gruppe von Lehrerinnen besucht im Moment regelmäßig die Lehrer-Lernwerkstatt in Murrhardt, die Kooperationslehrerin mit unserer Außenklasse sowie die Lehrerinnen der Außenklasse der Diakonie Stetten waren gemeinsam auf einer 3-tägigen Fortbildungsveranstaltung zum Thema: Inklusion in Bad Wildbad, zwei Klassenlehrerinnen der Klassen 3 und 4 in Esslingen zum Thema: Vera und zum Umgang mit dieser Diagnosearbeit. 
  • Steuerungsgruppe zu Selbst- und Fremdevaluation
    Sowohl für die pädagogische Schulentwicklung nach Klippert als auch im Rahmen der Selbst- und Fremdevaluation hat die Keplerschule jeweils eine Steuergruppe eingesetzt, die regelmäßig die Entwicklungsmaßnahmen an der Schule begleitet, betreut und voran bringt. 
  • Arbeitsgruppe zur Gemeinschaftsschule
    Eine weitere Steuergruppe wird dann einberufen werden, wenn die Entscheidung Gemeinschaftsschule an der Keplerschule getroffen sein wird.
  • Arbeiten in Lehrer-Teams
    Das an unserer Schule fest verankerte eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen verlangt in seiner Konzeption die Einführung und Aufrechterhaltung sogenannter Workshops, in der Gruppen von 4 bis 5 Lehrern gemeinsam Unterricht planen und zu vereinbarten Themen Lernspiralen entwickeln. Übers Schuljahr verteilt gibt es 5 fest terminierte Workshop-Nachmittage.

Entwicklung zur Gemeinschaftsschule

  • Entwicklung Schülerzahlen in den nächsten Jahren (Schülerzugänge aus umliegenden Gemeinden)
    Wie eingangs schon erwähnt, besuchen gegenwärtig insgesamt 329 Kinder die Grundschulen hier in Korb, davon besuchen 92 gegenwärtig die Klasse 4. Für das kommende Schuljahr 2012/13 stehen in der Gemeinde 93 Kinder zur Einschulung an. Aus Gesprächen mit Bürgermeister und Hauptsamtsleiter war in der Vergangenheit zu entnehmen, dass die Gemeinde Korb eher eine Zuzugsgemeinde ist, die nach wie vor große Neubaugebiete ausweist.
  • Geplante personelle Veränderungen (RS + GY Lehrkräfte)
    Die Verpflichtung einer Gemeinschaftsschule, alle 3 Bildungsstandards abzubilden und in Lerngruppen zu verwirklichen, macht es auf absehbare Zeit notwendig, Lehrer und Lehrerinnen aus Gymnasium und Realschule für unsere Schule zu gewinnen. Nicht zuletzt auch deshalb, dass es für die Eltern offensichtlich ist, dass ihr Kind adäquat beschult wird und ggf. die Möglichkeit hätte, auf eine andere Schulart jeder Zeit überzuwechseln. 
  • Unterstützung durch die Gemeinde Korb
    Es ist der ausdrückliche Wunsch der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates, die Keplerschule zur Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln und in der Gemeinderatssitzung vom 04.11.2011 wurde Unterstützung in jeglicher Form zugesagt.
  • Abschlüsse (HS / Mittlere Reife / Oberstufe) und Anschlüsse / Vermittlung gymnasialer Standards
    Von hoher Attraktivität wird hier vor Ort sicherlich sein, dass die Gemeinschaftsschule einen Realschulabschluss anbietet und - in die Zukunft geschaut auf dem Hintergrund einer hohen Einwohnerzahl hier in Korb - durchaus in der Lage wäre, eine gymnasiale Oberstufe mit anzugliedern. 
  • Öffentlichkeitsarbeit und Schaffung von Hospitationsmöglichkeiten
    In den letzten 6 Jahren war insbesondere durch die sogenannte Stuttgarter Zeitungsklasse in herausragender Weise öffentlichkeitswirksam. Unsere Projekte der pädagogischen Schulentwicklung, wie auch die Kooperation mit außerschulischen Partnern war ein reges Interesse verschiedenster Zeitungsverlage vorhanden. Ebenso waren wir in einer Radiosendung des SWR zum Thema „Inklusion“ beteiligt. Interessenten an unserer veränderten Lern- und Arbeitskultur nach Dr. Klippert haben wir stets durch Hospitationen und Vorträge informiert. So werden wir auch in Zukunft gerne bereit sein, als Gemeinschaftsschule Hospitationsgruppen zu betreuen und die Öffentlichkeitsarbeit – insbesondere mit  Tageszeitungen – weiterhin pflegen.